Die Größe der ehemaligen Wartehalle lässt erahnen, welch ein bedeutender Umsteigeplatz der Bahnhof im 19. Jahrhundert für die Bremer gewesen sein muss. Ab 1851 drangen die wirtschaftlich starken Oldenburger Unternehmen auf eine Anbindung Oldenburgs an Bremen über eine Eisenbahnstrecke. Im Zuge des Streckenausbaus wurde schließlich im Jahre 1867 das Empfangsgebäude vom Großherzogtum Oldenburg erbaut, das 1931 durch das heutige Stationsgebäude ersetzt wurde. Industriell verlor der Bahnhof im Laufe der letzten Jahrzehnte u. a.  durch die Auslagerung des Hafens zunehmend an Bedeutung. Im Personenverkehr hingegen nahm die Attraktivität der Zugverbindung Oldenburg – Bremen nie wirklich ab.
 
So kommt es, dass heute -fast 150 Jahre später- der Bahnhof zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Stadt Bremen arbeitet energisch an der Aufwertung der Umgebung und immer mehr junge Menschen zieht es in die Bremer Neustadt. Auf alten, angrenzenden Industriearealen entstehen neue moderne Wohnquartiere und infolge dessen steigen die Passagierzahlen kontinuierlich. Auch die Deutsche Bahn hat das Potenzial des Ortes erkannt, verzeichnet zunehmende Reisegäste und hat daher beschlossen den gesamten Wartebereich in naher Zukunft behindertengerecht zu modernisieren.
 
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